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Phytotherapie
Die Pflanzenheilkunde blickt auf eine jahrtausendelange Tradition in nahezu allen Kulturen zurück. Ihre komplexen, als Schutz- und Abwehrstoffe dienenden sekundären Pflanzenstoffe sind reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, sind gut verträglich und vielseitig einsetzbar (z. B. bei Erkrankungen der Atemwege oder des Magen-Darm-Traktes, bei Herz-Kreislaufbeschwerden oder Einschränkungen des Bewegungsapparates).
Durch die Anwendung von Arzneipflanzen können nebenwirkungsreiche chemische Präparate oft ergänzt und ihrer Dosis reduziert oder manchmal sogar gänzlich ersetzt werden. Da sekundäre Pflanzenstoffe historisch gesehen einen festen Bestandteil der Nahrung bilden, ist der tierische und menschliche Stoffwechsel im Laufe der Evolution bestens an diese Regulatoren angepasst. Eine Ausnahme bilden reine Fleischfresser wie Katzen. Hier ist bei der Anwendung von Arzneipflanzen Vorsicht geboten, da sie nur eingeschränkt in der Lage sind, pflanzliche Substanzen umzusetzen und zu entgiften.


