Therapiemöglichkeiten

Tierheilpraktik

Bewährte Verfahren der Naturheilkunde – einzeln oder in Kombination, immer abgestimmt auf Ihr Tier.

Welche Methode zum Einsatz kommt, ergibt sich aus der Anamnese und dem Gesamtbild Ihres Tieres. Häufig ergänzen sich mehrere Verfahren, weil sie an unterschiedlichen Stellen ansetzen: an der Regulation, am Stoffwechsel, am Immunsystem oder an der emotionalen Ebene.

Heilkräuter, Mörser und Fläschchen neben einer Tafel mit der Aufschrift PhytotherapieKI-generiert
Pflanzenheilkunde

Phytotherapie

Die Pflanzenheilkunde blickt auf eine jahrtausendelange Tradition in nahezu allen Kulturen zurück. Ihre komplexen, als Schutz- und Abwehrstoffe dienenden sekundären Pflanzenstoffe sind reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, sind gut verträglich und vielseitig einsetzbar (z. B. bei Erkrankungen der Atemwege oder des Magen-Darm-Traktes, bei Herz-Kreislaufbeschwerden oder Einschränkungen des Bewegungsapparates).

Durch die Anwendung von Arzneipflanzen können nebenwirkungsreiche chemische Präparate oft ergänzt und ihrer Dosis reduziert oder manchmal sogar gänzlich ersetzt werden. Da sekundäre Pflanzenstoffe historisch gesehen einen festen Bestandteil der Nahrung bilden, ist der tierische und menschliche Stoffwechsel im Laufe der Evolution bestens an diese Regulatoren angepasst. Eine Ausnahme bilden reine Fleischfresser wie Katzen. Hier ist bei der Anwendung von Arzneipflanzen Vorsicht geboten, da sie nur eingeschränkt in der Lage sind, pflanzliche Substanzen umzusetzen und zu entgiften.

Verschiedene Vitalpilze auf einem bemoosten Holzstamm im WaldKI-generiert
Vitalpilze

Mykotherapie

Pilze bilden als biologisch einzigartige Lebewesen eine individuelle Gruppe, deren Zellen über einen Zellkern sowie ein Zellgerüst aus einer Polysaccharid-Chitin-Protein-Matrix verfügen. Durch die Anpassung an feindliche und feuchte Umgebungen über Millionen von Jahren hinweg haben sie Schutzfunktionen entwickelt, die sie vor Bakterien, Viren und schädlichen Pilzen schützen oder als Schutz vor Fraß durch Tiere dienen.

Da die Immunabwehr von Pilzen, Menschen und Tieren auf dieselbe mikrobielle Feindbild-Reaktion reagiert, aktivieren Pilzsubstanzen das Immunsystem und wirken gegen zahlreiche potenzielle Krankheitserreger. Dabei zeichnen sich heilsame Pilze durch eine große Vielfalt synergistisch wirkender Inhaltsstoffe wie Polysaccharide, Beta-Glucane und Vitamine aus, die physiologische Prozesse im Körper optimal unterstützen und katalysieren.

Aufgrund der evolutionsbedingten nahen Verwandtschaft zwischen Pilzen und Tieren sind ihre molekularen Strukturen für den menschlichen und tierischen Organismus hervorragend verfügbar. Dies ermöglicht ihnen eine oft noch effizientere biologische Aktivität als pflanzliche Metaboliten, wodurch die Ur-Überlebensmechanismen der Pilze auf den Körper übertragen werden können. In asiatischen Ländern machen sich die Menschen diese Eigenschaften bereits seit Jahrtausenden zunutze, indem sie heilsame Pilze präventiv oder zur Behandlung verschiedener Erkrankungen einsetzen.

Homöopathische Globuli mit Kräutern und Braunglasflaschen auf HolzKI-generiert
Similia similibus curentur

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine alternative Heilmethode aus dem späten 18. Jahrhundert, begründet von Samuel Hahnemann. Ihre Kernidee besagt, dass Krankheiten durch Substanzen geheilt werden können, die bei Gesunden ähnliche Symptome auslösen (Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“).

Mikrobielle Balance

Die Sanum-Therapie

Die SANUM-Therapie basiert auf dem Konzept, dass die Gesundheit eines Organismus von einer Symbiose mit seinen Mikroorganismen abhängt – und zwar im gesamten Körper und in jedem einzelnen Körpersystem. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, entsteht eine sogenannte Dysbiose, die als Nährboden für Krankheiten gilt. Begünstigt wird eine Dysbiose durch mehrere Faktoren: die Vitalität der einzelnen Körpersysteme, den Zustand des inneren Milieus und vor allem die Funktionsfähigkeit des Immunsystems.

Um den Weg von der Dysbiose zurück in die Symbiose, also die mikrobielle Balance, zu unterstützen, setzt die SANUM-Therapie auf drei regulative Elemente, denen jeweils bestimmte Präparategruppen zugeordnet sind:

  1. System-Regulation: Hier geht es darum, die körpereigenen Regulationsprozesse zu unterstützen, mit denen der Organismus auf äußere Reize reagiert und seinen Stoffwechsel im Gleichgewicht hält – und zwar gezielt in den betroffenen Organen und Körpersystemen.
  2. Basen-Regulation: Damit Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen können, muss das innere Milieu stimmen, insbesondere die Säure-Basen-Balance. Da der Körper dafür verschiedene Mineralien und Spurenelemente benötigt, kommen hier Basen-Präparate sowie die SANUM-Diät zum Einsatz. Die SANUM-Diät (light) liefert dabei einfache, leicht umsetzbare Ernährungsempfehlungen zur Prävention und Linderung chronischer sowie akuter Erkrankungen.
  3. Immun-Regulation: Im Mittelpunkt steht die Modellierung des Immunsystems – je nachdem, ob es geschwächt (Hypoaktivität) oder überaktiv (Hyperaktivität) ist. Eine Hypoaktivität begünstigt demnach persistierende Infektionen und stille Entzündungen, während ein hyperaktives Immunsystem zu Allergien oder Autoimmunerkrankungen führen kann.
Bachblüten-Fläschchen auf einem Stein in einer blühenden WieseKI-generiert
Blütenessenzen

Bachblüten

Die Bachblütentherapie wurde in den 1930er-Jahren vom britischen Arzt Dr. Edward Bach entwickelt, der als Vertreter eines energetisch-ganzheitlichen Verständnisses von Gesundheit gilt. Seinem Ansatz liegt die Vorstellung zugrunde, dass nicht nur der Körper, sondern auch die seelisch-energetische Verfassung eines Organismus betrachtet werden muss: Disharmonien auf der Gefühlsebene, etwa Angst, Einsamkeit, Ungeduld oder Verzweiflung, werden als Ursache oder Verstärker körperlicher Beschwerden verstanden. Blütenessenzen sollen dabei als sanfte, energetische Impulsgeber wirken, die das seelische Gleichgewicht wieder in Fluss bringen, ohne direkt in den Organismus pharmakologisch einzugreifen. Bach entwickelte insgesamt 38 verschiedene Blütenessenzen, die jeweils bestimmten emotionalen Schwingungszuständen zugeordnet sind, sowie die bekannte Mischung „Rescue Remedy“ aus fünf dieser Essenzen für akute Stress- oder Krisensituationen.

Als komplementäre, alternativmedizinische Methode werden Bachblüten begleitend eingesetzt, etwa bei Stress, innerer Unruhe und Nervosität, bei Angstzuständen, Trauer und Einsamkeit sowie in Veränderungssituationen wie einem Umzug oder neuen Tieren im Umfeld.